Der Reichstag beleuchtet bei Nacht

Ob national oder international, politische Skandale tragen immer dazu bei, die momentane Regierung und ihre Machenschaften stärker in den Fokus der “normalen” Bürger zu rücken. Das kritische Auge der Presse durchleuchtet alle Ausrutscher der Politiker genau und versucht, so viel Licht wie möglich ins Dunkel zu bringen. Aktuelle Geschehnisse wie die Plagiatsaffäre um Herrn zu Guttenberg oder brandaktuell die Angelegenheit um Christian Wulff, den nun Ex-Bundespräsidenten, lassen oft viele Fragen offen.

Auch ausländische Skandale machen Geschichte

Die USA hat in puncto Skandale auch viel zu bieten. Von ungeklärten Morden bis hin zu geheimen Missionen von nicht zugehörigen Militäreinheiten, wird einem im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” alles geboten. Die Watergate-Affäre um den Präsidenten Nixon, die von 1969 bis 1974 für Aufruhr gesorgt hat, ist bei vielen noch gut in Erinnerung. Damals wurden politische Vollmachten ausgenutzt, um eigene Vorteile oder Vorteile für Dritte zu ermöglichen. Ebenso skandalträchtig war die Geschichte um den ehemaligen Präsidenten Bill Clinton und seine damalige Praktikantin Monica Lewinsky. 1995 und 1997 soll es dabei zu sexuellen Handlungen gekommen sein, welche der Präsident 1998/1999 während des Prozesses gegen ihn unter Eid abgestritten hatte. Durch einen DNA-Test eines Flecks, der auf einem blauen Abendkleid von Monica Lewinsky gefunden wurde, wurde sein Meineid nachgewiesen. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Präsident musste er sich deshalb aber nicht mehr vor Gericht verantworten.

Die größten deutschen Skandale unter der Lupe

Die Vergangenheit holt auch die deutschen Politiker hier und da wieder ein, wenn neue Erkenntnisse in früheren Affären bekannt werden. Vor genau 50 Jahren war auch die Spiegel-Affäre in aller Munde, die den damaligen Verteidigungsminister Strauß sein Amt gekostet hat. Er war über die falschen Anschuldigungen gegen den Herausgeber des Spiegels Rudolf Augstein (saß drei Monate dafür in Untersuchungshaft) informiert gewesen. Die Minister der FDP traten 1962 von ihren Ämtern zurück aus lauter Empörung und erzwangen so eine Neugestaltung des Kabinetts, allerdings ohne Strauß. Der wohl mit bekannteste Skandal ist der von 1987, die Rede ist von der Barschel-Affäre. Es ist bis heute nicht geklärt, ob es sich bei dem Tod des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins Uwe Barschel um einen Selbstmord oder um einen vorsätzlichen Mord handelte. Der Skandal um den Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber wird ganz stark mit der CDU-Parteispendenaffäre in Verbindung gebracht. Seit 2009 sitzt Schreiber in Augsburg im Gefängnis. Ab um 1985 bis 1995 soll Schreiber diverse Industrielle und auch viele Politiker bestochen haben, um sich Vorteile in seinen Unternehmungen zu verschaffen. Das brachte ihm eine Anklage wegen Steuerhinterziehung, Bestechung, Beihilfe zur Untreue und zum Betrug ein.

Wo Menschen sind, bleiben Skandale nicht aus

Fazit ist, ob Politiker oder normale Bürger, so gut wie keiner kann von sich sagen, dass er eine reine Weste hat, und wenn es nur die Äpfel des Nachbarn sind, die zufällig in den eigenen Garten gefallen sind, und dann eben verwertet wurden. Nur bei Politikern kommt da leider der Faktor hinzu, dass die Fehltritte meist von Steuergeldern finanziert wurden oder aus Beziehungen resultieren, die aufgrund der Position ermöglicht wurden. Es ist also menschlich Fehler zu machen, nur sollte man als Politiker in erster Linie an sein Leben in der Öffentlichkeit denken und die Konsequenzen eines Skandals.

Bild von: philipus – Fotolia

Ähnliche Berichte: